Historischer Athen-Besuch von Erdoğan

Erster Besuch eines türkischen Staatspräsidenten in Griechenland nach 1952.

Historischer Athen-Besuch von Erdoğan

Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat bei dem Treffen mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras darauf hingewiesen, dass man die bilateralen Beziehungen aus einer positiven Perspektive betrachten müsse. Erdoğan sprach bei der Unterredung in Athen Themen an, die beide Länder gemeinsam unternehmen könnten. Man müsse den vollen Teil eines Glases betrachten und nicht den leeren Teil. Bei Verhandlungen müsse man sich darauf konzentrieren.

Erdoğan sagte, „Eigentlich haben die Völker beider Länder viele Gemeinsamkeiten. Dabei sollten wir Personen mit ideologischer Besessenheit  beiseitelassen. Im Zusammenhang mit der territorialen Integrität respektiert die Türkei die Grenzen der Nachbarländer. Wir sind in der Vergangenheit ineinander verschmolzene zwei Völker. Es leben in Griechenland türkischstämmige- und in der Türkei griechischstämmige- Bürger. Ich wünschte mir, dass in der Vergangenheit eine Gruppe von Griechischstämmigen, wegen einiger Fehler unser Land nicht verlassen hätten. Nun wollen wir die Fehler in der Vergangenheit lassen. Wir müssen unsere Zukunft auf einer besseren Grundlage aufbauen. Deshalb gibt es viele Dinge, die man gemeinsam  unternehmen kann. Wenn wir eine Einheit bei unseren Diskurs, einen gemeinsamen Gedanken bilden können, dann können wie alle Hindernisse überwinden,“ so Erdoğan.

Staatspräsident Erdoğan sprach im Namen seiner eigenen Person und im Namen des türkischen Volkes, dem griechischen Volk, seinen Dank aus.

Der griechische Regierungschef Tsipras seinerseits machte auf das am 18. März 2016 zwischen der Türkei und Europäischen Union unterzeichnete Flüchtlingsabkommen aufmerksam. Die Türkei habe mit der Einhaltung ihrer Verpflichtungen, den Flüchtlingsstrom im Ägäischen Meer gesenkt und ihre Gebundenheit an das Abkommen bewiesen. Tsipras bewertete den ersten Besuch eines türkischen Staatspräsidenten in Griechenland nach 1952 als eine wichtige Entwicklung. Er sei fest davon überzeugt, dass mit mutigen Schritten, wichtige Chancen für die Zukunft erreicht werden können.



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