Rumänien sichert der Türkei EU-Unterstützung zu

Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat die Solidarität Rumäniens mit der Türkei nach dem Putschversuch am 15. Juli 2016 gewürdigt.

Rumänien sichert der Türkei EU-Unterstützung zu

Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat die Solidarität Rumäniens mit der Türkei nach dem Putschversuch am 15. Juli 2016 gewürdigt. Das werde Ankara niemals vergessen. Die Türkei und die rumänischen Behörden würden den Kontakt für erforderliche Schritte gegen Einrichtungen und Personen, die in Verbindung zur gülenistischen Terrorvereinigung FETÖ stehen, aufrechthalten.

Staatspräsident Erdoğan und die rumänische Ministerpräsidentin Viorica Dancila traten nach dem gemeinsamen Essen mit den Delegationen beider Länder im Staatspräsidentenkomplex vor die Presse. Die Türkei und Rumänien würden in 2018 das 140-jährige Jubiläum bei der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen feiern. Seit 2011 würden die beiden Länder eine strategische Partnerschaft pflegen. Die zwischenstaatliche Freundschaft von Ankara und Bukarest sei das Ergebnis der hundertjährigen Beziehungen der Gesellschaften und des Kulturaustausches, erklärte Erdoğan.

Er und die rumänische Ministerpräsidenten hätten mehrere Themen wie Wirtschaft, Sicherheit, Kampf gegen den Terror bei einem Zweiergespräch bewertet und über einen Ausbau der Zusammenarbeit für die Zukunft beraten. Den bilateralen Beziehungen komme vor allem im Hinblick auf die Wirtschaft und den Handel eine große Bedeutung bei.

„Wir sehen für das laufende Jahr einen Anstieg des Handelsvolumens, welches sich in 2017 auf rund sechs Milliarden Dollar belief, vor und bei unseren Zweiergesprächen haben wir uns auf eine Summe von zehn Milliarden Dollar als künftiges Ziel geeinigt. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Ziel mit den Schritten aller Ministerien erreicht werden wird.”, sagte Erdoğan.

Außerdem rief der Staatspräsident rumänische Geschäftsmänner zu Investitionen in der Türkei auf.

Erdoğan bedankte sich zudem für die Unterstützung Rumäniens als Nato-Partner im Kampf gegen den Terror und deutete auf die EU-Ratspräsidentschaft Bukarests Anfang des nächsten Jahres hin. Dem Türkei-Besuch von Dancila komme vor der Übernahmen der EU-Ratspräsidentschaft eine zusätzliche Bedeutung bei.

Vor diesem Hintergrund bewerteten Erdoğan und Dancila mögliche Schritte während der EU-Ratspräsidentschaft Rumäniens. Staatspräsident Erdoğan machte auf die rund 70.000 Menschen mit türkischen Wurzeln und 15.000 Personen verwandter Völker in Rumänien aufmerksam, die eine Brücke zwischen beiden Ländern bilden würden.

Ferner forderte Erdoğan eine Fortsetzung der hochrangigen Beratungen mit Rumänien und einen Ausbau der Solidarität vor allem im militärischen, politischen und wirtschaftlichen Bereich sowie in den Bereichen des Handels und der Kultur.   

Die rumänische Ministerpräsidentin Viorica Dancila ihrerseits sicherte der Türkei die Unterstützung Bukarests für die EU zu. Sie bedankte sich bei Staatspräsident Erdoğan für ihren Empfang in der Türkei. Bei ihren Gesprächen hätten sie ihre Beziehungen seit der strategischen Partnerschaft im letzten Jahr bewertet und den Ausbau der bilateralen Beziehungen auf der Grundlage von gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamer Werte erörtert.  

Außerdem machte sie auf die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in mehreren Bereichen wie Verteidigung, Handel, Bildung und Kultur aufmerksam. Das Handelsvolumen im letzten Jahr habe sich auf 5,1 Milliarden Euro belaufen und deutete auf die partnerschaftlichen Beziehungen unter dem Dach der Nato hin.

Im Bezug auf die EU sicherte sie Ankara die Unterstützung Rumäniens zu und würdigte den Beitrag an die Union im Bereich der Sicherheit. Die Flüchtlingspolitik der Türkei und die Öffnung ihrer Grenzen lobte Dancila ebenfalls. Die strategische Partnerschaft zwischen beiden Länder sei „sehr stabil” und die unterzeichneten Kooperationsabkommen bei ihrem Besuch, seien ein Beweis für den Willen eines Ausbaus der gegenseitigen Beziehungen, sagte die rumänische Ministerpräsidentin.



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