Türkei-Agenda (2017-02)

Der Bekämpfung des Terrors auf globaler Ebene.

Türkei-Agenda (2017-02)

Keiner sagt es, keiner kann es sagen, denn sie haben nicht verstanden, worum es geht…  Alle Dynamiken und Praktiken der globalen und regionalen Politik müssen zusammengefasst und erläutert werden. Es gibt Anzeichen dazu, dass sich die Präsidentschaft von Donald Trump, von der Ordnung, die von den 1950’er Jahren bis heute überliefert wurde, sich von der gegenwärtigen Ordnung unterscheidet.

Nach Angaben des Sprechers des deutschen Bundesaußenministeriums, Martin Schäfer ist es seiner Ansicht nach unmöglich, die Auseinandersetzungen ohne eine Einschränkung der Assad-Kräfte zu beenden. Die langfristigen Pläne von Deutschland hätten sich nicht geändert. Die von den Garanten Russland und Türkei gewährleistete Waffenruhe in Syrien wird von Berlin begrüßt.

Nach Ansicht der britischen Zeitung The Independent waere die beste Antwort auf den Anschlag auf den Istanbuler Nachtclub, seinen Urlaub in der Türkei zu verbringen. Denn ein Urlaub werde sowohl für den Reisenden als auch für die Türkei eine belohnende Erfahrung sein. Wenn man bedenkt, dass mehrere Millionen Menschen, die jedes Istanbul oder die türkischen Küstenregionen besuchen, sei die Wahrscheinlichkeit eine Gaefahr gegenüberzustehen sehr gering.

The Times Ausgabe vom 02. Januar 2017: Der Westen müsse der Türkei jegliche Unterstützung leisten. Somit könnten die westlichen Staaten, Ankara bei den zukünftigen Friedensverhandlungen die Botschaft geben, dass sie durch die Türkei repräsentiert werden könnten. Westliche Staaten müssten im Zusammenhang mit der Terrormiliz DEASH alle nachrichtendienstlichen Informationen mit der Türkei teilen.

Die russische Nachrichtenagentur Sputnik räumte am 2. Januar dem Iran-Besuch des französischen Präsidenten Francois Hollande Platz ein. Hollande habe gesagt, dass die Unterstützung des Antiterrorkampfs die möglichen Anschläge auf Frankreich verhindern werde. Wenn Terroristen Frankreich angreifen, sich auf französischem Territorium auf neue Anschläge vorbereiten, dann müsse auch Frankreich einen aufrichtigen Kampf gegen den Terror führen. Im Zusammenhang mit der Syrien-Krise spreche sich Frankreich für eine politische Lösung aus.

Einige Kreise stellen sich gegen die Militäroperation „Schutzschild Euphrat“, als würde diese gegen sie selbst verwirklicht. Es ist zwar ein anderes Thema, ob sie von diesen Sätzen eine Lehre ziehen, aber das Timing des Besuchs von Francois Hollande in Bagdad, Syrien und Erbil ist offen.   

Ferner stellt der Irak-Besuch von Ministerpräsident Binali Yıldırım einen effektiveren Teil der türkischen Außenpolitik dar.

Bagdad wartete gespannt auf diesen Besuch. Die Andeutung des irakischen Regierungschefs auf das Gespräch mit Hollande ist ein Anzeichen dafür. Hinter den Anschlägen in Istanbul und in anderen Teilen der Welt verbirgt sich der globale Terror.

Yıldırım sagte, die Türkei werde nicht zulassen, dass die Terrororganisation PKK die irakischen Territorien benutzt und von dort aus Anschläge auf die Türkei verübt.

Der iranische Staatspräsident Hassan Rouhani bezeichnete den Anschlag in Istanbul als ein trauriges Ereignis. Solange man sich nicht gegen den Terror stellt und ihn nicht bekämpft, werde er sich nicht davor scheuen, wie ein Virus weitere Menschen anzustecken.

Die Behauptungen sind nicht richtig, wonach der Iran der Waffenruhe in Syrien keinen Beitrag geleistet hat und dies durch Initiative der Türkei und Russlands verwirklicht wurde.

Der Iran hat beim Antiterrorkampf und in der Diplomatie eine wichtige und effektive Rolle gespielt. Syrien, Russland und die Türkei sind ständig in Kontakt.

Am 3. Januar hatte Ministerpräsident Yıldırım vor der parlamentarischen Fraktion seiner Partei gesagt, Donald Trump sollte dieser Schande und Obama seinen Anwendungen ein Ende setzen. Wenn nicht, die Türkei schreite sowieso auf ihrem Weg voran. Wichtig dabei ist es, bei einer Sanierung der Beziehungen mit den USA und dem Westen, die gleichen Fehler nicht zu wiederholen.



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