Aus der Wirtschaftswelt (2017-48)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-48)

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In den vergangenen Tagen hat der Energieminister Berat Albayrak bei seiner Rede im Haushaltausschuss des Parlaments die geplanten Investitionen der Türkei im Energiebereich bekanntgegeben. Der Minister wies daraufhin, dass die Energieinvestitionen der Türkei in den kommenden 10 Jahren mehr als 110 Milliarden Dollar sein werden. Eines der wichtigsten Ziele für diesen Zeitraum sei die Türkei in eine Energiebasis zu verwandeln. Bei einem Blick auf die vorgetragenen Themen, ist zu sehen, dass bei Ölsucharbeiten und Ölquellen ein Anstieg vorgesehen ist. Laut Zahlen für das Jahr 2016 liegt in der Türkei die tägliche Ölförderung bei 51 Tausend Barrel. Da diese Menge nur 7 Prozent des Bedarfs der Türkei deckt, müssen neue Ölquellen entdeckt werden. Gegenwärtig liegt die Zahl der Ölquellen bei 4700. Da bis zum Jahresende noch weitere 65 hinzukommt und die Ölsuche landesweit beschleunigt wird, ist zu erwarten, dass bei der Ölförderung wichtige Anstiege vorzuweisen sind.  Ein weiteres Thema beim Vortrag war, dass das Projekt Transanatolien Pipeline (TANAP) zum größten Teil abgeschlossen worden ist. Dass die Pipeline TANAP, die einen wichtigen Abschnitt des Südgaskorridors, der eine direkte Energieroute vom Kaspischen Meer bis nach Europa bildet, zu 94 Prozent gebaut worden ist, ist sowohl für die Türkei als auch für Europa eine wichtige Nachricht.  

Wenn die Türkei im Jahre 2018 einen Anstieg beim Binnenkonsum des Gases aus Aserbaidschan schafft, wird sie auch die Sicherheit beim Angebot des Erdgases gewährleistet haben. Das Datum für TANAP, das bei der Gewährleistung des Energieangebots und für die Türkei auf dem Weg zu einem Energiestützpunkt von strategischer Bedeutung ist, wird mit 2020 angegeben. Die Türkei, die ab diesem Datum den Gaszufluss zwischen Ost und West gewährleisten wird, wird sich auch zu einem der Länder verwandeln, die beim Erdgashandel der Region richtungweisend sind. Unterdessen sucht Russland mit der Pipeline Turkish-Stream, deren Bau zügig vorangeht, beim Gasexport nach neuen Markterschließungen über die Türkei. Türkei baut neben der Steuerung des vom Osten nach Westen fließenden Gases, auch mit dem Transport des aus dem Norden kommenden Gases nach Europa ihre strategische Bedeutung bei der Gewährleistung des Energieangebots von Europa mit jedem zunehmenden Tag aus. Eine andere Entwicklung beim Erdgas ist die, dass in Hatay-Dörtyol und am Golf von Saros noch zwei weitere schwimmende FSRU-Gasdepots in Betrieb genommen werden.  Da die Türkei 15 Prozent des Gasimports aus LNG deckt und ihre Kapazität nur 2,7 Prozent der Verlagerung deckt, ist eine sofortige Kapazitätssteigerung erforderlich. Mit Inbetriebnahme der FSRU-Gasdepots wird die Kapazität jenseits von 10 Milliarden Kubikmeter liegen. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird die Kapazität für die Verlagerung des Gases auf 20 Prozent des jährlichen Verbrauchs steigen. Bei irgendwelchen Problemen des Gasangebots werden mit dem in den LNG-Terminals verlagerten Gasen, fortwährend Notreserven zugriffsbereit sein. Darüber hinaus werden mit den LNG-Terminals ohne von einem einzigen Land abhängig zu sein, vom Sportmarkt LNG-Import gewährleistet werden, wodurch eine Vielfalt sowohl bei den Quellen als auch bei Ländern gewährleistet sein wird.

Beim Vortrag von Minister Albayrak wurde als letztes auf die in Akkuyu und Sinop geplanten Nuklearanlagen eingegangen. In diesem Thema seien wichtige Entwicklungen verzeichnet worden. Die rund um die Uhr arbeitenden Nuklearanlagen werden von klimatischen und meteorologischen Bedingungen nicht beeinträchtigt und sind ein wichtiger Faktor bei der Gewährleistung einer ununterbrochenen Energiequelle. Wenn sowohl die Nuklearanlagen in Akkuyu und Sinop als auch eine dritte Anlage so schnell wie möglich in Betrieb genommen werden kann, wird die Türkei umso schneller eine ununterbrochene Energiequelle zur Verfügung haben und dem Ziel, eine Energiebasis zu werden, einen Schritt weiter vorankommen.



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