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Öko-Politik (2018-05)

Die Bau von Turkish Stream schreitet voran.

Öko-Politik (2018-05)

 

 

Prof. Dr. Erdal Tanas KARAGÖL

 

Die Bau von Turkish Stream schreitet voran.

Die Bauarbeiten für die Erdgasterminals des Gaspipeline-Projektes Turkish Stream sind aufgenommen worden. Mit dem Projekt soll russisches Erdgas über die Türkei nach Europa transportiert werden.

 

Mit dem Turkish Stream Projekt, das am 7. Mai 2017 von Gazprom begonnen wurde, sollen zwei Stränge, mit einer Gesamtlänge von 930 km, von denen ein Abschnitt von 530 km bereits fertiggestellt wurde, Gas aus Russland nach Europa transportieren.

 

Das Projekt soll im März 2018 fertiggestellt werden und den Gasbedarf der Türkei decken. Der zweite Teil nach Europa soll indessen voraussichtlich in 2019 fertiggestellt sein.  Die Kapazität von 31,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas macht die Türkei zu einer der  wichtigsten Akteure in der Region von Turkish Stream.

So wird für das wichtigste Energieangebot und die Nachfrage der Welt in dem Energietransfer zwischen den Ländern in der Region, wo sich die Türkei befindet, die am besten geeignete Route  präsentiert.

 

Mit jedem vergangenen Tag des anhaltenden Baus von Turkish Stream, wird die Türkei zur Energiedrehscheibe in der Region und  somit zum Schlüsselpunkt bei der Erdgasversorgung für Europa.

Das Pipelinenetz wird ins Zentrum der  Europa-Türkei Energiebeziehungen rücken und die Türkei wird bei der  Energieversorgungssicherheit  für Europa eine  aktivere Rolle spielen.

 

Außerdem wird mit der Inbetriebnahme der ersten Pipeline von Turkish Stream, die westeuropäische Pipeline, über die russisches Gas nach Türkei transportiert wird, deaktiviert. Nun wird das erste Ziel, wo das Gas ankommt die Türkei und nicht mehr Europa sein.  Mit der Inbetriebnahme der zweiten Pipeline wird ein Teil des europäischen Erdgasbedarfs über die türkische Zentrale verteilt und gedeckt werden.

Geplant ist, dass das Erdgaspipeline-Projekt Turkish Stream im Jahr 2019 in Betrieb genommen und das Gleichgewicht im Erdgashandel zwischen Russland-Europa-und der Türkei entscheidend verändern wird.

Auf der anderen Seite wird die Änderung eines Teils der Pipeline, über die Erdgas aus Russland importiert wird, dadurch die Energieversorgungssicherheit der Türkei gesteigert werden.

Denn zwischen beiden Ländern liegen beim Erdgastransport die Transitländer, die bei einer möglichen Krise ernsthafte Risiken bei der Energieversorgungssicherheit in sich bergen.

Aber glücklicherweise wurden mit der Umsetzung des  Erdgaspipeline-Projektes Türkish Stream all diese Risiken beseitigt und die Energiegleichung in der Region wiederhergestellt. Die Türkei ist aufgrund ihrer geostrategischen Lage und der hohen Kapazität beim Erdgastransport zu einer der wichtigsten Akteure in dieser Gleichung geworden.

Wenn man  einen Blick auf den jährlichen Erdgasverbrauch der Türkei wirft, dann wird deutlich, dass die Türkei im Jahr 2017 im Zeitraum  Januar-November  einen Erdgasverbrauch von  etwa 47 Milliarden Kubikmeter hatte. Für das Jahr 2018 hingegen wird ein Erdgasverbrauch von mehr als 54 Milliarden Kubikmeter erwartet.

 

Das Erdgaspipeline-Projekt Turkish Stream, das im Jahr 2019 in Betrieb genommen werden soll, wird somit einer Kapazität von 15,7 Milliarden Kubikmeter Erdgas etwa 35 Prozent der Gesamtkapazität des Bedarfs der Türkei an Erdgas decken.  

 

Turkish Stream wird die Sicherheit der Energieversorgung der Türkei erhöhen und einen bedeutenden Teil der Binnennachfrage an Erdgas decken. Turkish Steam ist ein äußerst wichtiges Projekt, das die Türkei in der Region zu einem Energiezentrum machen wird.

Es wird erwartet, dass mit der Umsetzung des Projektes die Energiedynamik der Region in der kommenden Zeit noch weiter vorangetrieben wird.

 

 



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