Öko-Politik (2018-06)

Reformpaket zur Verbesserung des Investitionsklimas.

Öko-Politik (2018-06)

Prof. Dr. Erdal Tanas KARAGÖL

Reformpaket zur Verbesserung des Investitionsklimas

 

Dank des Potenzials in ihrer Region bietet die Türkei Investoren erhebliche Möglichkeiten. Es ist sehr wichtig, das Investitionsklima zu verbessern, um diese Möglichkeiten zu bewerten und die für Investitionen notwendigen Spardefizite für ausländische Investoren zu beenden.  

 

Hierzu eine Bewertung von Prof. Dr. Erdal Tanas KARAGÖL Lehrkraft der Wirtschaftswissenschaften an der politischen Fakultät der  Yıldırım Beyazıt Universität.

 

Das Potenzial,  Kapital direkt in die Länder anzulocken unterscheidet sich vom Entwicklungsstand.

Auch wenn es den Anschein hat, dass in diesem Sinne die  Volkswirtschaften der Industriestaaten im Vorteil sind, so sind auch die Schwellenländer sehr attraktiv, um direktes Kapital anzulocken. In der Türkei, die zu den Schwellenländern gehört, ist in den letzten 15 Jahren bei Direktinvestitionen aus dem Ausland eine erfolgreiche Leistung zu beobachten.

Während die Türkei zwischen 1950-2011 in den 50 Jahren Kapital in Höhe von 15,1 Milliarden Dollar direkt aus dem Ausland anglockt hat, ist dieses Kapital in den Jahren 2002-2017 um das Zwölffache auf 191,1 Milliarden Dollar gestiegen. Um diesen Erfolg der letzten 15 Jahre nachhaltig zu sichern und das ausländische Kapital weiter anzulocken, wurde ein neues Reformpaket auf die Agenda gesetzt. Das Reformpaket wird den Weg des Investitionspotenzials auf effektivste Weise ebnen. Die wichtigste Komponente einer Investitionsattraktivität eines Landes ist die Eignung des Investitionsklimas dieses Landes oder die Möglichkeiten für den Investor.

 

Das Reformpaket basiert auf dem Ease of Doing Business Index der Weltbank.

Die Türkei liegt auf dem 60. Platz des Ease of Doing Business Index und Ziel sei es unter die 20 der Weltbank-Rangliste zu kommen.

Bei der Vorbereitung des Reformpakets des Koordinierungsrates für die Verbesserung des Investitionsklimas unter Vizepremier Recep Akdag wurden auch Experten der Weltbank einbezogen. Darüber hinaus haben die Vertreter der türkischen Wirtschaft und der öffentlichen Institutionen einen erheblichen Anteil an diesen Reformen, die nach etwa fünf Monaten Arbeit durchgeführt wurden. Es wurden konkrete Schritte zur Verbesserung des Investitionsklimas in der Türkei und der Beseitigung von Investitionshindernissen unternommen.

Was beinhaltet das Reformpaket? Wenn man einen Blick darauf wirft, dann ist besonders auffällig, dass das Handelsregisterbüro zu einem One-Stop-Office und die Gründung eines Unternehmens sehr viel einfacher werden.

 

 

Auf der anderen Seite wird eine neue Dimension in das Insolvenzverfahren der Exekutive eingeführt, das auf internationaler Ebene weit zurückliegt. Die Suspendierung der Insolvenz wird aufgehoben und stattdessen kommt ein Rettungsabkommen. Ein offener Missbrauch, dessen Insolvenzverfahren sich bis zu 7-8 Jahren hinziehen, wird auf 23 Monate beschränkt werden.

Eine andere Reform betrifft Baugenehmigungen. Während die Verfahren der Baugenehmigungen, ziemlich lang waren, gehörten 12 der 18 Genehmigungen der Gemeinde. Das Verfahren wurde weiter verkürzt, indem entschieden wurde, diese 12 Genehmigungen auf 5 zu reduzieren. Somit wurden die insgesamt 18 Aufgaben auf 6 reduziert.

Das sind nur die Grundzüge des Reformpakets. Das Paket aus 93 Artikeln beinhaltet noch mehr Details und Themen.

Daher werden diese Reformen in erster Linie, die Hindernisse des Investitionsklimas in der Türkei beseitigen, dann  für einen Anstieg ausländischer Direktinvestitionen sorgen und das Ergebnis zu einer positiven  Dimension des Investitionsimages der Türkei führen.

Es wird wesentlich dazu beitragen, die Kreditwürdigkeit des Landes zu erhöhen und als investierbar einzustufen.

 

 

 


Keyword: Türkei , Reformpaket

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