Die schrägsten Namen für Gerichte in der türkischen Küche

Die türkische Küche schmeckt nicht nur gut, sondern kann auch einem zum Schmunzeln bringen.

Die schrägsten Namen für Gerichte in der türkischen Küche

Die türkische Küche schmeckt nicht nur gut, sondern kann auch einem zum Schmunzeln bringen.

 

Klassische türkische Gerichte wie „Imam bayıldı“ (Der Imam ist in Ohnmacht gefallen), „Vezir Parmağı“ (Der Finger des Wesirs) oder „Hanım Göbeği“ (Frauenbauch) sind gar nicht mehr wegzudenken. Auch wenn die Namen dieser Speisen einem zum Schmunzeln bringen, so geben sie auch einen kleinen Einblick in ihre Entstehungsgeschichte und überdauerten mehrere Jahrhunderte bis in unsere Zeit.

 

Die schrägsten Namen und ihre Geschichte:

 

        1. Gericht: Imam Bayıldı – Der Imam ist in Ohnmacht gefallen

 

Bei diesem Gericht handelt es sich um ein Gemüsegericht. Die in Olivenöl geschmorten Auberginen, werden mit Gemüse gefüllt und können auch kalt verzehrt werden. Einer Überlieferung zufolge habe einst ein Imam von seiner Frau Sparsamkeit in der Küche gefordert, da sich das Land im Krieg befand. Die Frau habe aber nicht auf den Imam gehört und die ganzen Vorräte an die Nachbarn weitergegeben. Von den verbleibenden Zutaten habe sie die gefüllten Auberginen zubereitet. Als der Imam nach Hause kam, aß er voller Genuss von der Speise. Nach dem Mahl ging er zur Kontrolle in die Vorratskammer und bei dem Anblick der leeren Kammer fiel er in Ohnmacht.

Einer anderen Überlieferung zufolge, soll dem Imam das Essen so gut gefallen haben, dass er in Ohnmacht fiel.

 

        2. Gericht: Vezir Parmağı – Der Finger des Wesirs

 

Hierbei handelt es sich um eine Süßspeise aus Teig mit einem Überguss aus Sorbett. Der Erzählung nach ging der Padischah eines Tages mit seinem Wesir zum Jagen. Der Wesir schnitt aus Versehen einen Finger des Padischahs ab. Daraufhin sagte der Wesir: „Alles hat auch seine gute Seite“. Der Padischah war aber erzürnt und ließ den Wesir in den Kerker werfen. Eines Tages begegneten dem Padischah und seinen Gefolgsleuten Kannibalen. Der Padischah überlebte die Begegnung dank seiner Behinderung an seiner Hand. Als er wieder im Serail war, ließ er den Wesir frei und fiel ihm dankbar vor die Füße. Der Padischah entschuldigte sich beim Wesir, aber auch dieses Mal entgegnete dieser gelassen „Alles hat auch seine gute Seite“. Hätte ihn der Padischah nicht in den Kerker geworfen, wäre er den Kannibalen begegnet und würde ihm jetzt nicht gegenüberstehen, sagte der Wesir.  



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