Die Causa Mesut Özil

Er ist der wahrscheinlich bekannteste türkischstämmige Fußball-Spieler der Welt und das verdankt er eher seinem spielerischen Können als den jüngsten Schlagzeilen: Mesut Özil.

Die Causa Mesut Özil

 

 

Er ist der wahrscheinlich bekannteste türkischstämmige Fußball-Spieler der Welt und das verdankt er eher seinem spielerischen Können als den jüngsten Schlagzeilen: Mesut Özil, der mittlerweile 29-jährige Profi-Fußballer, wurde als Sohn von Gulizar und Mustafa Özil in Gelsenkirchen geboren und ist eins der vier Kinder.

Seit dem Foto kurz vor der Fußball-WM in Russland auf dem sich Mesut Özil, Ilkay Gündoğan und Cenk Tosun mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan zeigten, wird viel über die türkischstämmigen Fußballprofis geschrieben. Am stärksten davon betroffen sind Mesut Özil und Ilkay Gündoğan, die – im Gegensatz zu Cenk Tosun – bei der diesjährigen WM für die deutsche Nationalelf aufs Spielfeld gingen. Während Gündoğan gleich auf die Kritik reagierte, brach Özil sein Schweigen erst nach dem Ende der Fußball-Weltmeisterschaft und den fortwährenden Angriffen gegen seine Person.

Eins steht fest: Mit seinem Twitter-Rücktritt hat Özil in Deutschland eine gesellschaftspolitische Grundsatzdebatte ausgelöst, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat und ausgerechnet ein Fußballer wie Mesut Özil ist ihr Gesicht geworden. Vor allem die Aussage Özils „Wenn wir gewinnen, bin ich Deutscher, und wenn wir verlieren, bin ich ein Migrant" hat große Wellen geschlagen. Wie Özils Karriere in Zukunft verlaufen wird, kann momentan niemand mit Sicherheit vorhersagen, allerdings sollte vergegenwärtigt werden, dass dieser Spieler vor seinem Einzug in die deutsche Nationalelf in 2009 auch von der Türkei heiß umworben wurde. Nach langen Beratungen mit der Familie entschied sich Özil, trotz der Kritik aus der Türkei, für die deutsche Mannschaft aufzulaufen.   



Nachrichten zum Thema