Türkische Außenpolitik im Fokus (2018-52)

Die Transformationen und Fortschritte in der türkischen Außenpolitik.

Türkische Außenpolitik im Fokus (2018-52)

Eine Bewertung von Dr. Cemil Doğaç Ipek, Lehrkraft an der Karatekin Universität.

In den vergangenen Jahren sind in der türkischen Außenpolitik ernste Transformationen erlebt und wichtige Fortschritte verzeichnet worden. Eine der wichtigsten Referenzen ist die türkische Staatsphilosophie, deren Architekt Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan ist. Heute werden wir die türkische Staatsphilosophie und deren Auswirkungen auf die türkische Außenpolitik in die Hand nehmen.

Diejenigen, die die türkische Außenpolitik von außen betrachten, werden in den letzten Jahren Zuge einer ernsten Transformation und wichtigen Fortschritten. Eine der wichtigen Referenzen der türkischen Staatsphilosophie ist zweifelsohne Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan. Die Türken herrschten über große Geographien wie kein anderes Volk. Die Höhen und Tiefen zu verschiedenen Zeitspannen machen eine Untersuchung der Staatsphilosophie der Türken erforderlich. Die Gründung eines Staates kann als notwendiger Faktor für ein Zusammenleben der Menschen angenommen werden. Menschen leben in Gesellschaften zusammen und erhalten innerhalb dieser Gesellschaft positive oder negative humanitäre Entwicklungsmöglichkeiten. Zweifelsohne ist die Philosophie der Staaten in den Gedanken der Menschen verborgen. Für einen Fremden ist es nicht möglich, diese Philosophie zu verstehen. Auffassung ist eine Angelegenheit, die nicht einfach wahrzunehmen ist. Dazu gehören Faktoren wie Sprache, Religion, Werte und Traditionen.

Der von dem Vorahnen der Türken benutzte Begriff „Staat„ wurde mit dem Übergang der Türken zum Islam von IL in Devlet verwandelt. In Arabisch bedeutet devlet Wandlung, Umwandlung Überlegenheit, Sieg oder Errungenschaft. In den westlichen Staaten wurde es von Status aus dem Lateinischen abgeleitet wie z.B. State, Etat usw. Im Latein war man davon ausgegangen, dass nichtansässige Gesellschaften wie z. B. mit türkisch-islamischen Wurzeln, die über einen Mechanismus verfügen, mit denen sie ihre Tätigkeiten nicht abwickeln können, nicht als Staat genannt werden können.

Im antiken Griechenland wurden als idealstes jene Territorien als Heimat angenommen, die vom Volk angebaut und geerntet wurden. Während die Römer, Rom als unsterbliche Stadt nannten, hatten die Türkei daran geglaubt, dass sie ihren Staat ewig wahren werden.

Um Staat zu werden sind physische Kraft und Legitimität erforderlich. Legitimität ist noch mehr bedeutend, was eigentlich das Verwaltungsrecht ausdrückt. Legitimität kann auf verschiedene Methoden gewährleistet werden wie z.B. mit Traditionen. Diese Eigenschaft macht sich bei den türkischen Völkern vor der Bekennung zum Islam bemerkbar. Damals stand die Auffassung von Tradition vor dem Staat und bestimmte die Grenzen des Staates.   

In dem Werk Kutadgu Bilig, das eines der Werke darstellt, dass die Staatsphilosophie analysiert, werden die Haupteigenschaften eines Herrschers aufgelistet. Der Herrscher ist dazu verpflichtet,  sich um die Ernährung und Unterkunft seines Volkes sowie der Gewährleistung der Ordnung mit Regeln, also Gesetzen mit verschiedenen Aktivitäten zu gewährleisten. Die Souveränität des Herrschers wurde mit Traditionen eingeschränkt. Anhand dieser Informationen können wir davon ausgehen, dass der Türkische Staat als ein idealer Staat gedacht wurde.

Bei der Untersuchung der Staatsphilosophie sollte man sich auch auf die Auffassung „der Andere“ konzentrieren. In verschiedenen Gesellschaften werden diejenigen, die nicht von ihnen stammen, ausgeschlossen. Zum Beispiel wenn sie keine Römer sind, werden sie als Barbaren, wenn man kein Araber war wurde man als Acem, also Perser betrachtet. Bei den Türken tritt so etwas nicht zu. Der Begriff Türke bedeutet gleichzeitig auf Traditionen beruhend. Das heißt, um Türke sein zu können, muss man über Traditionen verfügen.

Wenn ich an dieser Stelle die Anwendungen von Staatspräsident Erdoğan in der Außenpolitik analysiere, sehe ich eine Rückkehr zum Kern der Traditionen. Daher entsprechen die von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan in der Außenpolitik angewandten Anwendungen der Philosophie des türkischen Staates und leisten der Türkei wichtige Beiträge.



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